Hanne Darboven 1941 - 2009

Hanne DarbovenHanne Darboven wurde 1941 in München geboren und wuchs in Hamburg auf, wo sie im Elternhaus bereits früh regelmäßigen Klavier- und Zeichenunterricht erhielt. Von 1962/1963 bis 1965 studierte Darboven an der Hamburger Hochschule für Bildende Kunst und besuchte die Klassen von Kai Sudeck, Willem Grimm und Almir Mavignier. Im Jahre 1966 zog sie schließlich nach New York und lernte u.a. Sol LeWitt, Carl Andre, Mel Bochner, Joseph Kosuth und andere Vertreter der gerade aufkommenden Minimal- und Konzeptkunst kennen. In dieser Zeit entwarf Darboven geometrische Figuren, Permutationen und Diagramme und erste abstrakte Zahlenreihungen auf Millimeterpapier und nahm an verschiedenen Gruppenausstellungen teil. Besonders Sol LeWitt trug mit dazu bei, dass Hanne Darboven mit Kuratoren und Galeristen bekannt wurde und vermittelte Darboven 1967/68 ihre erste Ausstellung in der Düsseldorfer Galerie Konrad Fischer. Nach dem Tod ihres Vaters kehrte sie 1969 in ihr Elternhaus nach Hamburg-Harburg zurück, hielt jedoch seither Kontakt zu der New Yorker Szene und wurde seit 1972 auch von Leo Castelli vertreten und regelmäßig ausgestellt. Es folgten zahlreiche Ausstellungen in renommierten Galerien und Museen in Europa und den USA, und Darboven nahm wiederholt an der documenta in Kassel sowie an den Biennalen in Venedig und Sao Paulo teil. Hanne Darboven gilt international als eine der führenden Vertreterinnen der Konzeptkunst.
Bis zu ihrem Tod 2009 lebte und arbeitete sie in ihrem Wohn- und Atelierhaus in Hamburg Harburg.