Konrad und Dorothee Fischer

Dorothee Fischer

Als wir im Dezember 1967 Hanne Darbovens Werk zum ersten mal ausgestellt haben, war dies die zweite Ausstellung unseres gerade gegründeten Ausstellungsraumes und ihre allererste Ausstellung überhaupt. Sol LeWitt hatte sie uns empfohlen. Hanne lebte zu dieser Zeit noch in New York und Kasper König hat ihr geholfen, die Zeichnungen, die beide Wände der Galerie füllten, aus New nach Düsseldorf zu schicken. Sie selbst konnte nicht zur Eröffnung kommen. Wir haben sie dann erst im Februar 1968 persönlich kennen gelernt. Von dieser Zeit an kam sie sehr häufig aus Hamburg nach Düsseldorf. Sie wohnte bei uns, sie nahm regen Anteil an unserem Familienleben, an der Geburt unserer beiden Kinder, Kasper und Berta. Durch oft tägliche Briefe und Postkarten hielt sie uns auf dem Laufenden über ihre Arbeit. Sie lernte bei uns viele der Künstler kennen, die in unserer weitläufigen Wohnung zu Gast waren, und die ebenfalls in unserer Galerie ausstellten oder in der Kunsthalle bei den von Konrad organisierten Prospekt-Ausstellungen beteiligt waren. Und natürlich lernte sie sehr bald auch die in Düsseldorf ansässigen Künstler, wie z.B. Bernd und Hilla Becher kennen. Wir konnten viele ihrer außerordentlichen Werke sehr bald an wichtige Sammler wie Giuseppe Panza oder Mia und Martin Visser vermitteln. Es gelang, ihre Teilnahme an wegweisenden Ausstellungen wie z.B.Harald Szeemans ‚When Attitutes become Form’ in Bern, Wim Beerens „op losse schrouven" im Stedelijk Museum Amsterdam , der Documenta 5 in Kassel zu bewirken. Auch Ausstellungen in den wichtigsten jungen Galerien in vielen westeuropäischen Ländern konnten wir für sie arrangieren. Man kann sagen, von hier aus, aus Düsseldorf, machte sie Ihren Weg durch die Welt der Kunst und ich bin stolz darauf, dass wir dieser bedeutenden Künstlerin dabei helfen konnten, und es uns vergönnt war an ihrer Kunst teilzunehmen...

Dorothee und Konrad Fischer eröffneten 1967 in Düsseldorf die Galerie Konrad Fischer. Sie gehörten zu den Wegbereitern der Konzeptkunst.