»Eins + eins ist eins zwei.
Zwei ist eins zwei. - Das ist meine Urthese für alle Gesetze, die bei mir mathematisch durchlaufen.
Ich schreibe mathematische Literatur und mathematische Musik.«
HANNE DARBOVEN
Willkommen bei der Hanne Darboven Stiftung
Hanne Darboven hat die nach ihr benannte Stiftung im Jahr 2000 gegründet. Sitz der Stiftung ist Hamburg. Die Werke Hanne Darbovens nehmen in der Kunst der Gegenwart national und international eine herausragende Stellung ein. Hanne Darbovens anspruchsvolles Werk lässt sich mit herkömmlichen Begriffen näherungsweise als künstlerisches Schreibwerk, als bildende Kunst und als minimalistische musikalische Kompositionsarbeit bezeichnen. Anliegen der Stiftung ist es, dieses mannigfache Schaffen zu bewahren und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Hanne Darboven Stiftung engagiert sich auch darüber hinaus für zeitgenössische Kunst. Ausgehend von dem Beitrag, den Hanne Darboven zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet hat, unterstützt sie junge Nachwuchskünstler.
Vorschau
Ausstellung
Nervetråde (Nerve Threads)
Den Frie, Kopenhagen
11. September–1. November 2026
Die Gruppenausstellung Nervetråde (Nerve Threads / Nervenstränge) lässt sich von der nervösen Stimmung inspirieren, die die Literatur und die bildende Kunst um die Wende zum 20. Jahrhundert – als „Den Frie“ gegründet wurde – prägte. Ähnlich wie heute war diese Zeit von Polarisierung und der Ungewissheit einer unvorhersehbaren Zukunft geprägt.
Im Einklang mit diesen Anklängen untersucht Nervetråde, wie die innere Schwingung eines nervösen Zeitalters weiterhin in zeitgenössischen künstlerischen Praktiken nachhallt, die sich mit Unbehagen und Unruhe auseinandersetzen. Die Ausstellung rückt künstlerische Reaktionen auf eine zunehmend prekäre Welt in den Vordergrund und fragt, unter welchen Bedingungen Angst und Vergnügen in unserer veränderten Umwelt entstehen. Nervetråde spürt nervösen und fieberhaften Träumen nach und zeigt zugleich Wege auf, wie man mit einem allgegenwärtigen Gefühl der Unruhe umgehen kann, das unsere Gegenwart zu prägen scheint.
Indem sie sich insbesondere auf eine groteske Strömung innerhalb der dänischen Literatur stützt – eine Form der sogenannten „Weird Fiction“, die erst kürzlich wiederentdeckt und neu bewertet wurde –, nähert sich die Ausstellung zeitgenössischen künstlerischen Praktiken durch die Linse dieser historischen Texte. Hier scheint die Realität die Membran der inneren Stabilität zu durchdringen und die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, dem Realen und dem Fantastischen zu verwischen.
Die Ausstellung präsentiert unter anderem Künstler*innen wie Kai Althoff, Lutz Bacher, Hanne Darboven, Julie Falk, Ville Laurinkoski, Rolf Nowotny, Samara Sallam, Roland Topor und Peter Wächtler.
Ausstellung
Permeable Condenstation
Eda Aslan, Hanne Darboven, Hans Haacke, Saodat Ismailova, Helena Uambembe
Overbeck Gesellschaft und St. Petri, Lübeck
19. Juli–30. August 2026
Wasser entzieht sich einer eindeutigen Erscheinungsform – es kommt und geht, kondensiert, verdunstet und hinterlässt Spuren.
Im Spannungsfeld von Sichtbarkeit und Verschwinden, Materialität und Wandel versammelt Permeable Condensation künstlerische Positionen, die Wasser als materielle Präsenz ebenso wie als Medium sozialer, politischer und affektiver Beziehungen erforschen.
Da Wasser seine Form von fest zu flüssig und gasförmig verändert, widmet sich diese Ausstellung den Zwischenzuständen: dem Moment, in dem das Unsichtbare sichtbar wird, dem Übergang von Dampf zu Tropfen, von Abwesenheit zu Anwesenheit. Werke von Eda Aslan, Hanne Darboven, Hans Haacke, Saodat Ismailova und Helena Uambembe untersuchen Prozesse wie Kondensation, Verdunstung und Erschöpfung, verstanden als Ausdrucksformen dieses Elements, das sich einer festen Form entzieht.
Aktuell
Ausstellung
Nandi Loaf – Zirkus
Dokumentationszentrum, Hanne Darboven Stiftung, Hamburg
27. Juni 2026–27. Mai 2027
16:00 Uhr
Der Kunstverein in Hamburg und die Hanne Darboven Stiftung laden zur Eröffnung der Ausstellung Zirkus von Nandi Loaf am Samstag, den 27. Juni, ab 16 Uhr in die Hanne Darboven Stiftung ein.
Wie eine emulierte Malware infiltriert Loaf die historische Villa und führt ein immersives, dämmerndes Ereignis auf – teils Performance, teils soziale Choreografie, teils inszenierte Verführung. Für einen Abend sind Gäste in eine sich wandelnde Umgebung aus Bild, Bewegung, Klang und Begegnung eingeladen, welche die Signale von Darbovens fortwirkender Präsenz an jenem Ort verschleiert, an dem die Künstlerin lebte und arbeitete – und an dem Loaf seit Februar Artist-in-Residence ist.
Ausstellung
The Expanding Field: MOCA's Collection from the 1940s to 1970s, MOCA Los Angeles
18. April–20. September 2026
Ausgehend von der weltberühmten, stetig wachsenden Sammlung des MOCA mit fast 8.000 Objekten konzentriert sich diese Ausstellung auf Kunstwerke aus den 1940er bis 1970er Jahren und verdeutlicht die historische Tiefe der Sammlung, ihr Bekenntnis zu künstlerischem Experimentieren sowie ihre globale Ausrichtung. Neben Neuzugängen werden auch beliebte Kunstwerke gezeigt, die seit langem zu den Eckpfeilern der MOCA-Sammlung gehören. The Expanding Field bietet Einblicke in die Kunstpraxis in den Jahrzehnten unmittelbar vor der Gründung des MOCA im Jahr 1979 und vermittelt eine Perspektive, die von den vielfältigen Kulturen Los Angeles’ geprägt ist.
Ausstellung
10 Years LA!
Sprüth Magers Los Angeles
15. Mai–8. August 2026
Monika Sprüth und Philomene Magers freuen sich, „10 Years LA!“ zu präsentieren, eine Ausstellung, die das zehnjährige Bestehen der Galerie in Los Angeles feiert. Seit ihrer Eröffnung im Februar 2016 hat die Galerie Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, in denen neue Werke ihrer bedeutenden, in LA ansässigen Künstler sowie große Installationen von Künstlern aus aller Welt erstmals präsentiert wurden – oft waren diese Werke zum ersten Mal in der Stadt zu sehen.
„10 Years LA!“ zeigt unter anderem Werke von Kenneth Anger, Richard Artschwager, John Baldessari, Bernd & Hilla Becher, Gretchen Bender, Cao Fei, George Condo, Hanne Darboven, und vielen weiteren.
Photo © Guggenheim Museum Bilbao Foundation
Sammlungspräsentation
Works from the Guggenheim Museum Bilbao Collection, The Guggenheim Bilbao
07. November 2025–31. Dezember 2026
Mit dieser neuen Ausstellung präsentiert das Guggenheim Museum Bilbao eine aktuelle Erweiterung seiner Sammlung, darunter Neuerwerbungen, Schenkungen aus der Sammlung D. Daskalopoulos und der Al Held Foundation sowie eine langfristige Leihgabe von rund fünfzig Werken aus der Sammlung Inge Rodenstock. Diese Ergänzungen stärken die Präsenz wichtiger Künstlerpersönlichkeiten und Strömungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie Jean-Michel Basquiat, Yves Klein, Jeff Koons, Antoni Tàpies, Cy Twombly oder Andy Warhol, und erweitern zugleich die narrativen Linien der Sammlung durch die Einbeziehung verschiedener Stile und Namen, darunter Hanne Darboven, Al Held, Damien Hirst, Martin Kippenberger und Robert Ryman. Diese Werke stellen einen außergewöhnlichen Beitrag zur Institution dar und ermöglichen es, einzigartige Verbindungen zwischen Künstlern, Strömungen und Epochen hervorzuheben.
Sammlungspräsentation
Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft, Sammlung der Nationalgalerie 1945 – 2000, 18. November 2023 – 25. April 2027, Neue Nationalgalerie, Berlin
Die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist durch eine Vielfalt an Materialien, Medien und Methoden bestimmt. Gleichzeitig stand kaum eine Ära so unter dem Zeichen von Teilung und Zerrissenheit aber auch Erneuerung: „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft“ heißt diese Sammlungspräsentation der Neuen Nationalgalerie zur Kunst nach 1945 bis zur Jahrtausendwende.
Die Ausstellung zeigt Gemälde, Objekte, Fotografien und Videoarbeiten aus der Bundesrepublik und der DDR, Westeuropa und den USA sowie künstlerische Entwicklungen aus den ehemaligen sozialistischen Staaten. Zu sehen sind Werke des Informel, der US-amerikanischen Farbfeldmalerei, des Realismus der 1970er-Jahre, der Pop- und Minimal Art ebenso wie der Konzeptkunst von Künstler*innen wie Marina Abramović, Joseph Beuys, Francis Bacon, Lee Bontecou, Hanne Darboven, Rebecca Horn, Valie Export, Wolfgang Mattheuer, Louise Nevelson, Bridget Riley, Pippilotti Rist oder Andy Warhol. Ergänzt wird die Präsentation schlaglichtartig um Werke von Künstlerinnen wie Kiki Kogelnik oder Ewa Partum, die bisher nicht in der Sammlung der Nationalgalerie vertreten sind.


